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Schweiz: Arbeitslosigkeit unter jungen Hochschulabsolventen steigt – auch in einst geschützten Fachrichtungen

Eine Erhebung des Bundesamts für Statistik zeigt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Absolventinnen und Absolventen Schweizer Hochschulen ein Jahr nach dem Abschluss. Bei Personen mit universitärem Masterabschluss hat sich die Quote verdoppelt. Die Verschlechterung betrifft Fachrichtungen, die bisher relativ geschützt waren, und wirft Fragen zur Rolle künstlicher Intelligenz bei der Personalauswahl auf.

Schweiz: Arbeitslosigkeit unter jungen Hochschulabsolventen steigt – auch in einst geschützten Fachrichtungen

Die Arbeitslosigkeit unter jungen Schweizer Hochschulabsolventinnen und -absolventen steigt in Fachrichtungen, die bisher geschützt waren. Eine klare Antwort auf die genaue Ursache gibt es bislang nicht.

Die Fakten: Die Arbeitslosenquote stieg zwischen 2023 und 2025, ein Jahr nach dem Abschluss, bei Personen mit universitärem Masterabschluss von 3,9 % auf 6,4 % und bei Personen mit Bachelorabschluss einer Fachhochschule von 3,4 % auf 4,9 %. Bei Absolventinnen und Absolventen pädagogischer Hochschulen bleibt sie dagegen mit 0,7 % niedrig – ein Berufsfeld, das weniger stark der Automatisierung ausgesetzt ist.

Was sich konkret ändert: Der Einstieg in den Arbeitsmarkt wird für technische und generalistische Profile mit Hochschulausbildung unsicherer – auch in Bereichen, die lange als sicher galten. Für Recruiter bedeutet dies einen größeren und besser qualifizierten Pool an Junior-Kandidatinnen und -Kandidaten und damit eine strengere Auswahl bereits bei den ersten Stellen. Für Bewerberinnen und Bewerber reicht ein Abschluss allein nicht mehr aus, um schnell eine Stelle zu finden: Praxiserfahrung, konkrete Projekte und Spezialisierung werden zu entscheidenden Differenzierungsmerkmalen.

Diese Woche: Wenn Sie einen jungen Hochschulabsolventen begleiten oder selbst gerade ein Studium abgeschlossen haben, listen Sie drei konkrete Leistungen auf (Projekt, Praktikum, Auftrag), die angewandte Fähigkeiten und nicht nur akademisches Wissen belegen, und platzieren Sie sie an den Anfang des Lebenslaufs.

Idee für einen LinkedIn-Beitrag

„Der Abschluss öffnet die Tür, praktische Erfahrung hält sie offen. So mache ich aus meinen drei letzten akademischen Projekten Kompetenznachweise für Recruiter.“