Im Kanton Zürich suchen derzeit mehr als 1.600 Banker eine Stelle – ein Stand, der seit dem Platzen der Dotcom-Blase nicht mehr erreicht wurde.
Die zentrale Tatsache: Wenige Monate vor dem Abschluss der Integration von Credit Suisse in UBS suchen mehr als 1.600 Banker im bevölkerungsreichsten Kanton der Schweiz eine Arbeit. Allein in diesem Berufsfeld entspricht das einem Anstieg von mehr als 36% innerhalb eines Jahres. Über alle Berufe hinweg stieg die Zahl der Arbeitslosen im selben Zeitraum um knapp 13%.
Konkrete Auswirkungen: Dies ist kein konjunktureller Zufall, sondern die direkte Folge einer grossen Bankenfusion, durch die Stellen neu verteilt werden. Für Bewerber aus dem Finanzsektor bedeutet dies einen stärkeren Wettbewerb um eine kleinere Zahl von Stellen, insbesondere in standardisierten Middle- und Back-Office-Funktionen, die nach einer Fusion leichter rationalisiert werden können. Für Recruiter ausserhalb des Finanzsektors ist dies eine Chance: Ein Pool analytischer, sorgfältiger und im Risikomanagement ausgebildeter Fachkräfte wird verfügbar und sucht aktiv den Wechsel in andere Branchen.
Aktion für diese Woche: Wenn Sie im Finanzbereich in Zürich oder anderswo in der Schweiz tätig sind, erfassen Sie Ihre übertragbaren Kompetenzen – Datenanalyse, Risikomanagement und Compliance – und identifizieren Sie drei angrenzende Branchen, die solche Profile aktiv suchen, etwa Versicherungen, Fintech oder Wirtschaftsprüfung.
Idee für einen LinkedIn-Beitrag: "1.600 Banker suchen derzeit in Zürich eine Stelle. Wenn Sie im Finanzwesen, im Versicherungsbereich oder im Fintech rekrutieren, verdient dieser Pool ausgebildeter und verfügbarer Talente Ihre Aufmerksamkeit. Welche Bankkompetenzen lassen sich am besten in Ihre Branche übertragen?"
